Das kreislaufgerechte Planen und Bauen veranschaulicht auf den ersten Blick ein einfaches Konzept: eingesetzte Materialien sollen zu 100 % qualitativ hochwertig nachgenutzt werden können [1]. In der Planungspraxis stellt sich die Umsetzung dieser Vision als vielseitig und aufwendig dar. Für die Planung können digitale Tools zur Auswahl von geeigneten Materialien zum Einsatz kommen. Vorliegende Informationen zu sortenreinen Materialien dienen als hilfreiche Unterstützung, jedoch muss auch die konstruktive Entwicklung von Bauteilen in den Entwurfsprozess einfließen. Das kreislaufgerechte Planen beruht auf einem altbekannten Handwerkszeug der Architekturpraxis: die Entwicklung eines kreislauf­gerechten Details, das alle Informationen für die Nachnutzung von Materialien enthält. Der Schwerpunkt einer kreislaufgerechten Detailentwicklung liegt neben der Materialauswahl auch auf der Integration einer konstruktiven Methode, die die Nachnutzung von Materialien für einen geschlossenen Kreislauf ermöglicht.