Tunnel sind etablierte und akzeptierte Lösungen für den Güter- und Personentransport. Sie tragen zur Rückgewinnung von Land durch die Verlagerung von Verkehr untertage bei, reduzieren zusätzlich Lärm, verkürzen Verkehrswege und minimieren Staus. Zusätzlich sind sie für den öffentlichen Nahverkehr in Großstädten oft die einzige Option. Der Tunnelneubau erfordert jedoch Beton, der durch seine inhärenten CO_2-Emissionen bei der Herstellung bekannter­maßen einen hohen Beitrag zur globalen Erwärmung leistet. Nachfolgend werden Überlegungen zur Minimierung des Betonverbrauchs und des damit verbundenen CO_2_-Ausstoßes präsentiert. Bauherren und Planer müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und frühzeitig im Projekt CO_2_-Einsparziele festlegen. Da Beton und sein „Klebstoff“ Zement den CO_2_-Ausstoß beim Tunnelneubau dominieren, können früh angestellte Projektüberlegungen sich auf diesen Hauptverursacher konzentrieren, die am besten geeignete Vortriebsmethode gewählt und innovative Planungslösungen vorschlagen werden. Materiallieferanten und Bauunternehmen setzen diese Vorgaben dann um. Eine Umweltoptimierung in einer späteren Projektphase ist weniger effizient und definitiv kostspieliger. Dieser Beitrag zeigt die betonbezogenen CO_2_-Emissionen wie auch die etablierter Tunnelbaumethoden auf, welche allerdings nicht immer austauschbar sind. Die gezeigte Transparenz verdeutlicht jedoch das Verbesserungspotenzial bei der CO_2-Einsparung.