Lehmsteinmauerwerk gilt heute als normgerechtes und statisch berechenbares Bausystem. Und Lehm gilt als nachhaltiger, regional verfügbarer und vollständig recycelbarer Baustoff, der gute Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutzeigenschaften besitzt. Die DIN 18940 [1] legt klare Regeln für Bemessung, Tragfähigkeit, Anwendungsgrenzen und konstruktive Details wie Ringanker, Deckenauflager und Feuchteschutz fest. Lehm eignet sich damit für den mehrgeschossigen Wohnungsbau und bietet gegenüber herkömmlichen Mauerwerksmaterialien erhebliche CO₂-Vorteile. Die Forschung zu Befestigungstechniken läuft noch, doch insgesamt zeigt sich Lehm als zukunftsfähige und klimafreundliche Alternative im Gebäudebereich.